Mirko Slomka ist seit 2010 Trainer in Hannover © getty

Die Zukunft von Mirko Slomka als Trainer bei Hannover 96 hängt weiter am seidenen Faden.

Vereinspräsident Martin Kind und Sportdirektor Dirk Dufner führten am Freitag intensive Gespräche mit dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern des Klubs, um über eine mögliche Beurlaubung zu beraten.

Eine Entscheidung pro oder contra Slomka gab es zunächst nicht.

"Zurzeit gibt es keinen Kommentar. Wir befinden uns in wichtigen Sitzungen", sagte Kind während des Sitzungsmarathons am Freitag.

Neben der sportlichen Perspektive geht es bei einer möglichen Trennung von Slomka auch um viel Geld.

Die Beurlaubung des Trainers, der die Niedersachsen am 19. Januar 2010 übernommen, vor dem Abstieg gerettet und zweimal in die Europa League geführt hatte, käme den Verein teuer zu stehen.

So müsste der Klub Slomka nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" eine im Arbeitsvertrag festgeschriebene Abfindung in Millionenhöhe zahlen.

Slomkas Vertrag läuft noch bis Juni 2016.

Während die Entscheidung über Slomka, der zurzeit im Weihnachtsurlaub in Abu Dhabi weilt, noch gar nicht getroffen ist, wird bereits über einen möglichen Nachfolger spekuliert.

Favorit auf den Posten soll nach Informationen der "Bild" Frank Kramer sein, Trainer beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth.

Der 41-Jährige sei der Wunschkandidat von Klub-Boss Kind, besitzt allerdings noch einen Vertrag beim Zweitliga-Zweiten bis 2015.

"Wir haben wirklich anderes zu tun, als uns mit so einem Humbug zu beschäftigen", sagte Fürths Präsident Helmut Hack der "Nürnberger Zeitung": "An dieser Sache ist gar nichts dran. Deshalb verschwenden wir unsere Zeit auch nicht damit."

Nach der Absage von Wunschkandidat Thomas Schaaf werden an der Leine allerdings auch die Namen der jobsuchenden Bruno Labbadia, Markus Babbel, Christian Gross und Michael Frontzeck sowie die Zweitligatrainer Andre Breitenreiter (SC Paderborn) und Markus Kauczinski (Karlsruher SC) gehandelt.

Zudem kursiert der Name Ralf Rangnick im Umfeld des Klubs. Rangnick, derzeit Sportchef bei RB Leipzig und Red Bull Salzburg, hatte die Niedersachsen 2002 in die Bundesliga geführt.

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