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Felix Magath kokettiert mit einem Engagement beim Hamburger SV.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer und Meistercoach erklärte im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1, dass er dem Verein in verschiedenen Funktionen zur Seite stehen könnte.

"Ich bin gesund, ich bin guter Dinge und ich bin auch überzeugt, dass ich noch so viel Know-How mitbringe, dass ich irgendeinem Verein in der Bundesliga oder woanders auf der Welt helfen kann", sagte Magath.

Der Klub sei für ihn eine Herzensangelegenheit. Magath war in Hamburg bereits als Spieler, Trainer und Manager tätig: "Der HSV ist natürlich der Verein, mit dem ich am meisten verbunden bin."

Dabei sieht sich der erfolgreiche Coach nicht unbedingt auf der Trainerbank.

"Ich habe mich in letzter Zeit dahin entwickelt, die Geschicke eines Vereins eher aus dem Büro zu lenken und nicht mehr als Trainer. Deswegen wäre eine andere Funktion als die des Trainers durchaus denkbar", sagte Magath.

Die aktuelle sportliche Misere der Hanseaten überrascht den 60-Jährigen indes nicht: "Es ist nicht überraschend, was beim HSV passiert, denn nach einem kurzen Hoch unter van Marwijk geht der Weg aktuell wieder nach unten. Solange in der Führung keine Änderung in der Philosophie und der handelnden Personen stattfindet, kann das nicht gut werden beim HSV."

Auch die Entwicklung bei der zurzeit kriselnden Borussia aus Dortmund war für ihn absehbar.

Dem BVB sprach Magath nach der Niederlage gegen Hertha BSC (1:2) die Qualität der vergangenen Jahre ab. Eine Ursache sieht Magath im Transfer eines der Schlüsselspieler aus Dortmund:

"Der Transfer von Mario Götze hat den BVB schon sehr getroffen, auch Lewandowski ist nicht mehr in der gleichen Verfassung wie in den letzten Jahren", sagte Magath.

Gerade ein Ausnahmespieler wie Götze sei für die Mannschaft nicht zu ersetzen: "Seinen Weggang kann man nicht vollständig kompensieren. Die neuen Spieler haben diese außergewöhnliche Qualität noch nicht."

Wie Dortmund befindet sich auch Schalke 04 in einer schwierigen sportlichen Phase. Die Königsblauen kamen am Samstagabend nicht über ein 0:0 gegen den 1.FC Nürnberg hinaus.

Der ehemalige S04-Trainer Magath stört sich vor allem an dem Umgang mit dem aktuellen Coach Jens Keller. "Der Umgang mit dem Trainer ist ungemütlich. Dass es auch anders geht, zeigt zum Beispiel der SC Freiburg. Dort gibt es keine Diskussionen, auch intern nicht.", sagte Magath.

Magath kritisierte die Schalke-Verantwortlichen aber auch für die kurzsichtige Personalpolitik: "Die Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng war sich auf kurze Sicht richtig, hat aber zur Folge, dass Julian Draxler wieder von der Mitte auf die linke Seite ausweichen muss."

Draxler müsse laut Magath aber im Zentrum spielen, weil er sich dort am besten entwickeln könne. "So ist das für Draxler ein Schlag ins Gesicht", sagte Magath, der Draxler einst ins Profi-Team der Schalker befördert hatte.

Magath trainierte in der Bundesliga unter anderem den VfB Stuttgart, Bayern München, den VfL Wolfsburg und Schalke 04 und holte mit Bayern (2005 und 2006) sowie Wolfsburg (2009) die Meisterschaft.

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