Marco Reus (mitte) brachte den BVB mit 1:0 in Führung © getty

Während Rekordmeister Bayern München in Marokko nach dem WM-Pokal greift, schwächelten die Verfolger in der Fußball-Bundesliga.

In Abwesenheit des Herbstmeisters verlor der Tabellenzweite Bayer Leverkusen beim Krisenklub Werder Bremen mit 0:1 (0:0) und liegt sieben Punkte hinter den Münchnern zurück, die am 29. Januar beim VfB Stuttgart ihr letztes Hinrundenspiel nachholen.

Vizemeister Borussia Dortmund rutschte stark ersatzgeschwächt beim 1:2 (1:2) gegen Aufsteiger Hertha BSC böse aus.

Der Rückstand auf den Rivalen aus dem Süden beträgt zwölf Zähler. Platz drei könnte der BVB am Sonntag verlieren, wenn Borussia Mönchengladbach gegen den VfL Wolfsburg mindestens einen Punkt holen sollte.

Am Tabellenende gab es Grund zum Jubel.

Eintracht Braunschweig gelang beim 1:0 (1:0) gegen 1899 Hoffenheim erst der zweite Heimsieg. Die Rote Laterne des Tabellenletzten behält der Aufsteiger aber, da der 1. FC Nürnberg am Samstagabend beim 0:0 gegen Schalke 04 einen Punkte holte.

Die Franken sind damit allerdings die erste Mannschaft in der Bundesligageschichte, die in der Hinrunde ohne Sieg blieb.

Der SC Freiburg verbuchte mit dem 2:1 (2:0) im Krisengipfel gegen Hannover 96 im achten Heimspiel endlich den ersten Sieg. Für 96-Trainer Mirko Slomka wird die Luft nach der achten Auswärtsniederlage immer dünner.

Immer näher an die Abstiegszone rückt der Hamburger SV heran. Die Hanseaten verloren gegen den FSV Mainz 05 trotz 1:0-Führung mit 2:3 (1:0) und sind nur noch zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt.

Die zweite Leverkusener Niederlage nacheinander besiegelte der Argentinier Santiago Garcia (74.).

In Dortmund gab der BVB die frühe 1:0-Führung durch Marco Reus (7.) durch Abwehrfehler aus der Hand. Beim 1:1 durch Adrian Ramos (23.) patzte Erik Durm, beim 1:2 durch Sami Allagui (45.) Marian Sarr. Am Ende stand die dritte Heimpleite der Westfalen in Folge.

Torsten Oehrl brachte Braunschweig mit einem umstrittenen Foulelfmeter in Führung (29.). Sven Schipplock hatte nach Meinung von Schiedsrichter Guido Winkmann Ermin Bicakcic in einem Kopfballduell gefoult.

Auch ohne Timo Perthel, der nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot sah (82.), retteten die Niedersachsen den Vorsprung über die Zeit.

Für Freiburg war Admir Mehmedi mit zwei Toren (25. und 36.) der Matchwinner.

Hannover gelang nur noch der Anschlusstreffer durch Leonardo Bittencourt (90.+3).

Der HSV führte durch ein Tor seines Mittelfeld-Juwels Hakan Calhanoglu (21.), ehe Shinji Okazaki (47.) und Nicolai Müller (50.) mit einem Doppelschlag das Spiel drehten. Kapitän Rafael van der Vaart gelang zwar der zwischenzeitliche Ausgleich (78.), doch nach der Gelb-Roten Karte gegen Tomas Rincon (82.) verlor der HSV doch noch das Spiel, weil Okazaki ein zweites Mal traf (90.+2).

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