Bayer Leverkusens im September ausgeschiedener Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hat eingestanden, dass ihm am Ende seiner Dienstzeit die mentale Belastung verstärkt zu schaffen gemacht hat.

"Als ich dieser Tage etwas über den Prozess zum Loveparade-Unglück von Duisburg gelesen habe, da ging mir wieder mal durch den Kopf, auf welch schmalem Grat man als Verantwortlicher von Versammlungen doch wandelt", sagte Holzhäuser der "Rheinischen Post".

"Da fragt man sich: Hast Du wirklich auch alles bedacht? Das machte mir zuletzt schon zunehmend zu schaffen. Man wacht auf, schläft nicht mehr ein, denkt: Mein Gott, das wird ja immer schlimmer."

Der 63-Jährige, der im Oktober in den Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten gewechselt war, spielt mit dem Gedanken, über seine Erfahrungen aus 40 Jahren Tätigkeit im Profifußball ein Buch zu schreiben.

"Das wäre für mich in der Tat eine Vorstellung. Wobei ich immer die Meinung vertreten habe: Wenn man ein Buch über sein Leben im Fußballgeschäft schreibt und das schreibt, was die Leute lesen wollen, nämlich die Geschichten hinter den Kulissen, dann gibt es viel böses Blut. Wenn man diese Geschichten allerdings auslässt, wird das Buch ein Flop", sagte Holzhäuser.

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