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Christian Seifert (44), Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), hält nichts von einer möglichen Europa-Liga für dominierende Top-Teams wie Bayern München.

"Solche Ideen sind albern. Würde man so eine Europa-Liga einführen, dann kollabiert die Bundesliga und mit ihr alle anderen europäischen Ligen", sagte der 44 Jahre alte Funktionär am Samstag in der "Bild"-Zeitung.

Zuletzt hatten Oliver Kahn und Felix Magath eine solche Liga ins Gespräch gebracht.

Seifert hob trotz der Alleinherrschaft des Triple-Gewinners aus München die Attraktivität der Bundesliga hervor.

"Zu jedem Spiel kamen bisher im Schnitt über 43.000 Fans, alle wichtigen TV-Sendungen laufen besser als im Vorjahr. Dabei war es ja schon 2012/13 angeblich die langweiligste Saison der Bundesliga-Geschichte", sagte Seifert, der die Bayern als "das beste Team der Welt" bezeichnete.

Einen Liga-Ausschluss für Zweitligist Dynamo Dresden hält Seifert nach den wiederholten Gewalt-Exzessen Dresdener Hooligans für "theoretisch denkbar", aber es sei der falsche Ansatz.

Die Klubverantwortlichen müssten sich allerdings fragen, so Seifert, ob sie alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben: "Es braucht einen klaren und nachvollziehbaren Strafenkatalog, der bei Grenzüberschreitungen zügig zur Anwendung kommt."

In den Fan-Ausschreitungen der letzten Zeit sieht Seifert "kein flächendeckendes Gewaltproblem".

Es wäre, sagte der DFL-Boss, "eine Bankrotterklärung gegenüber wenigen Gewalttätern für alle Beteiligten, wenn Innenminister Spiele verbieten müssten." Diese Gefahr sehe er nicht.

Den Vorschlag von Michel Platini, als Vorstufe einer Gelb-Roten Karte eine Zeitstrafe einzuführen, nannte Seifert "überlegenswert".

Der Präsident der Europäischen Fußball-Union UEFA habe zuletzt viele Ideen gehabt, so Seifert, "diese ist eine der besseren".

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