Der Druck auf Hoeneß wächst. Im April 2013 macht der "Focus" den Fall öffentlich. Rücktrittsforderungen als Vereinspräsident folgen, denen Hoeneß aber nicht nachgeht
Uli Hoeneß hat sich bei SPORT1 skeptisch über die Weltfußballer-Wahl geäußert © getty

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich verwundert über die Verlängerung der Stimmfrist bei der Wahl des Weltfußballers geäußert und will das Voting unter Umständen sogar nachträglich überprüfen lassen.

"Mich hat sehr gestört, dass die Wahl, die terminiert war, plötzlich verlängert wurde. Aus welchen Gründen ist mir bis heute nicht bekannt", sagte Hoeneß zu SPORT1.

Der 61-Jährige wittert eine mögliche Benachteiligung von FCB-Profi Franck Ribery: "Das ist hoffentlich eine demokratische Wahl, wo alles mit rechten Dingen zugeht."

Ursprünglich sollten die Nationalmannschafts-Trainer und -Kapitäne der 209 FIFA-Mitgliedsverbände sowie ausgewählte Journalisten ihre Stimmen bis zum 15. November abgeben.

Wegen eines angeblich zu geringen Rücklaufs wurde die Frist von der FIFA kurzfristig bis zum 29. November verlängert.

Beim FC Bayern befürchtet man nun, dass dadurch Ribery-Konkurrent Cristiano Ronaldo von Real Madrid bessere Karten haben könnte.

Zuletzt hatte die FIFA in ihrem Wochenmagazin "FIFA Weekly" mit Lobeshymnen auf den Portugiesen für Irritationen gesorgt (BERICHT: Ribery in Not: FIFA preist Ronaldo).

Ronaldo hatte in den WM-Playoffspielen gegen Schweden am 15. und 19. November insgesamt vier Tore erzielt und sein Team damit quasi im Alleingang zur Endrunde in Brasilien geschossen.

In München will man nun zunächst einmal die Bekanntgabe der Ergebnisse bei der World Player Gala in Zürich am 13. Januar abwarten.

"Dann schauen wir uns mal die einzelnen Stimmen an, die bis zum 15. November abgegeben wurden und die Stimmen, die danach abgegeben wurden", kündigte Hoeneß an.

Anschließend werde man sich dann gegebenenfalls fragen, "warum die Sache verlängert wurde und dann können wir vielleicht was dazu sagen."

Neben Ribery und Ronaldo steht Lionel Messi vom FC Barcelona unter den drei verbliebenen Kandidaten für den Ballon d'Or.

Der Argentinier hatte die Weltfußballer-Wahl zuletzt viermal in Folge gewonnen.

Hier gibt es alles zum Fußball

Weiterlesen