Klaus-Dieter Fischer ist seit 2003 Präsident bei Werder Bremen © getty

Werder Bremens Präsident Klaus-Dieter Fischer ist als Reaktion auf die Forderung der SPD-Bürgerschaftsfraktion, der Bundesligist solle in Zukunft die Kosten für die Polizeieinsätze rund um das Weserstadion übernehmen, nach mehr als 50 Jahren Mitgliedschaft aus der SPD ausgetreten.

Diess gab der 72-jährige am Mittwoch auf der Vereins-Homepage bekannt.

"Der Antrag zeigt die mangelnde Wertschätzung gegenüber einem der Leuchttürme, die die Stadt Bremen auch nach außen hin repräsentieren und dazu noch für erhebliche Einnahmen des Landes sorgen", begründete Fischer seine Entscheidung.

Auch die DFL hatte ihr Unverständnis bezüglich der Pläne in der Hansestadt formuliert und juristische Gegenwehr für den Fall der Umsetzung dieser Initiative angekündigt.

Laut der SPD hat Bremen in der Saison 2012/2013 rund 45.328 Polizeidienststunden zur Sicherung von Bundesligaspielen aufgewendet, insgesamt summierten sich die Kosten in der vergangenen Spielzeit auf rund 2,8 Millionen Euro.

Wegen der "prekären Haushaltslage" und der "Mehrarbeitsbelastung der bremischen Polizistinnen und Polizisten" fordert die SPD "eine abschließende Klärung, ob und wie die Kosten für kommerziell veranlasste Polizeieinsätze zu erstatten sind, auch wenn andere Ligastandorte von einer entsprechenden Kostenerstattung weiter absehen".

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