Andreas Rettig ist seit dem 1. Januar 2013 DFL-Geschäftsführer
Andreas Rettig ist seit Anfang 2013 Geschäftsführer der DFL © getty

Die DFL hat gut ein Jahr nach dem Beschluss des Sicherheitskonzeptes "Stadionerlebnis" ein positives Fazit gezogen - gegen gewaltbereite Chaoten und Verbrecher in den deutschen Stadien fehlen Sport und Politik aber weiter die Mittel.

"Wir sind nicht in der irrigen Annahme, zu glauben, dass wir damit (dem Sicherheitskonzept, d. Red.) diese Vögel erreichen können. Wir sind keine Traumtänzer", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig am Dienstag in Frankfurt.

Und weiter: "Das überfordert uns. Dazu brauchen wir die Politik, die Polizei, die vernünftigen Fans und die Vereinsvertreter."

Das Konzept, das am 12. Dezember 2012 nach monatelangen Diskussionen beschlossen worden war, habe dennoch die "positiven Kräfte" gestärkt, urteilte Rettig: "Insgesamt haben wir mit dem DFB zusammen große Anstrengungen durchgeführt."

Die DFL sei von dem "zweigleisigen Konzept" überzeugt, meinte Rettig.

Zum einen würden unter anderem die Prävention und die Infrastruktur verbessert, "und auf der anderen Seite sagen wir glasklar: Störer werden zur Rechenschaft gezogen."

Das Konzeptpapier war im vergangenen Jahr bei der DFL-Vollversammlung mit großer Mehrheit in allen 16 Punkten verabschiedet worden.

Vorausgegangen war eine monatelange Diskussion über die Sicherheit in den deutschen Stadien, in deren Verlauf verschiedene Fanorganisationen mit einem Stimmungsboykott in den beiden höchsten deutschen Spielklassen gegen das Konzept demonstrierten.

Die ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden war es in den Blöcken still geblieben. Verschärft wurde die Situation zudem durch die Politik, die mit teils drastischen Maßnahmen gedroht hatte.

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