Clemens Tönnies ist seit 2001 Vorsitzender des Aufsichtsrates auf Schalke © getty

Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies zeigt nach wie vor kein Verständnis für die Entscheidung des ZDF, die Champions-League-Partie Borussia Dortmunds gegen Olympique Marseille statt Schalke gegen Basel am letzten Gruppenspieltag im Free-TV zu übertragen.

"Wir haben uns allein über die Begründung des 'ZDF' geärgert, warum unser Spiel gegen Basel nicht übertragen wird", sagte Tönnies im Gespräch mit SPORT1.

Der BVB sei attraktiver als Schalke, hieß es in der Begründung des "ZDF", das ein Mittwochsspiel seiner Wahl zeigen darf.

"Es ist nicht akzeptabel, dass man das mit einer negativen - und übrigens falschen - Beurteilung unserer Attraktivität verbindet?, kommentierte Tönnies. ?Es war aber schon vorher klar, dass dies eine einmalige Maßnahme ist."

Nach dem Zoff gehen beide Seiten nun aufeinander zu. Man sei inzwischen aber "in guten Gesprächen mit dem Sportchef beim "ZDF", so Tönnies.

Spieler des FC Schalke, Trainer Jens Keller und Heldt selbst hatten aus Protest alle Interviews mit dem ZDF am Samstag nach dem 3:0-Heimerfolg gegen den VfB Stuttgart boykottiert. "Das ist meine Entscheidung gewesen", hatte Heldt hierzu erklärt.

Tönnies äußerte sich bei SPORT1 auch zu Trainer Jens Keller.

"Horst Heldt und ich haben immer zum Jens Keller gestanden, egal, wie schwer es auch war. Wir lassen uns in unserer Meinung über ihn nicht beirren, wissen, dass er gute Arbeit macht", sagte Tönnies.

Der Aufsichtsratsvorsitzende ging zudem auf die Situation im Schalker Tor ein.

"Timo Hildebrand ist jetzt verletzt und das könnte Ralf Fährmann jetzt nutzen, um seine Position zu festigen, er ist schließlich ein guter Torhüter."

Sicher würde es am Trainer liegen, meinte Tönnies, "wen er dann zur Nummer eins macht. Auf jeden Fall kriegt der Ralf seine Chance, die sollte er tunlichst auch nutzen."

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