Horst Heldt ist seit 2010 im Schalker Vorstand für Sport und Kommunikation zuständig © imago

Im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF" kamen am Samstagabend nur die Verlierer zu Wort.

Spieler und Offizielle des VfB Stuttgart äußerten sich zum 0:3 bei Schalke 04, die königsblauen Protagonisten schwiegen.

"Wir haben es nicht attraktiv genug gefunden, uns zum Interview zu stellen", sagte Sportvorstand Horst Heldt süffisant.

Hintergrund des Schalker Boykotts: Das "ZDF" überträgt beim Vorrundenfinale der Champions League am 11. Dezember nicht das entscheidende Spiel der Gelsenkirchener gegen den FC Basel, sondern zum dritten Mal in dieser Saison den Revierrivalen Borussia Dortmund.

Der BVB sei attraktiver als Schalke, hieß es zur Begründung.

"Diese Begründung ist nicht ansatzweise akzeptabel", ereiferte sich Heldt, "das sagt man nicht öffentlich."

Der Sportvorstand verbot allen Spielern und Trainer Jens Keller, sich vor dem "ZDF"-Mikrofon zu äußern.

"Das ist meine Entscheidung gewesen", sagte Heldt, kündigte für die Zukunft aber wieder auskunftsfreudigere Schalker an.

Und weiter: "Wir sind nicht beleidigt. Wir werden auch wieder ganz normal mit ihnen reden. Da muss man sich mal schütteln, dann geht's weiter."

"ZDF"-Sportchef Dieter Gruschwitz hielt sich in einer ersten Reaktion zurück. "Uns ist sehr an Deeskalation gelegen, suchen Gespräch mit Schalke und der DFL", wurde er bei Twitter zitiert.

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