Schiedsrichter Felix Brych muss nach seinem unglücklichen Auftreten beim Phantomtor-Skandal beim Spiel 1899 Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Freitag nicht mit Konsequenzen rechnen.

Das zumindest versicherte der ehemalige Weltklasse-Referee Hellmut Krug, der die Deutsche Fußball Liga (DFL) in Schiedsrichter-Fragen berät.

"Das wird keinen einschneidenden Knick für seine Karriere bedeuten. Es ist ein Fehler, aber ein nachvollziehbarer Fehler", sagte Krug im Interview mit dem Sportradio SPORT1.fm.

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Demnach hat Brych nach wie vor beste Chancen, als FIFA-Schiedsrichter zur WM 2014 in Brasilien zu fahren.

Krug, der bis 2007 Leiter der Schiedsrichterabteilung des Deutschen Fußball-Bundes war, zeigte großes Verständnis für den Münchner.

"Die Situation war ein Albtraum, weil sie so ungewöhnlich war", so Krug.

Aber auch in einer solch kuriosen Situation sei der Einsatz eines Videobeweises völlig ausgeschlossen.

Krug: "Der Schiedsrichter muss die Entscheidungen alleine treffen. Hätte Brych Fernsehbilder von außen zu Rate gezogen, hätte das eine Lawine ausgelöst."

Bei seinem nächsten Einsatz wird Brych wohl unter besonderer Beobachtung stehen. Der 38-Jährige pfeift das Champions-League-Duell zwischen dem AC Mailand und dem FC Barcelona am Dienstag.

Für Krug ist das ein Zeichen an die Öffentlichkeit: "Es ist ein wichtiges Spiel. Das hilft ihm, mit der Situation umzugehen. Der Umgang mit dem Fehler macht ihn stärker."

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