Nach seinem Phantom-Tor von Sinsheim gerät Stefan Kießling von Bayer Leverkusen für sein Verhalten verstärkt in die Kritik.

"Wenn etwas so offensichtlich ist wie in dieser Situation, muss man als Sportler so viel Fairplay haben und sagen, dass man gesehen hat, dass der Ball nicht ins Tor gegangen ist", sagte Präsident Harald Denecken von der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) aus der Jury des Fairplay-Preises des deutschen Sports am Montag.

Und weiter: "Kießling ist sicher kein Kandidat für den Preis."

Bei Leverkusens 2:1-Sieg im Punktspiel am vergangenen Freitag bei 1899 Hoffenheim war ein Kopfball Kießlings ans Außennetz gegangen und durch ein Loch in den Maschen des Netzes ins Tor gelangt.

Kießling hatte sich zunächst enttäuscht mit vor dem Gesicht zusammengelegten Händen abgedreht, nach Gratulationen von Mitspielern allerdings zaghaft gejubelt. Schiedsrichter Felix Brych erkannte auf 2:0 für Leverkusen, nachdem Kießling in einem Gespräch mit Brych laut eigener Aussage lediglich Überraschung bekundet hatte.

"Für mich", sagte Denecken weiter, "zeigen seine Reaktionen, dass er gesehen hat, dass der Ball neben das Tor gegangen ist."

Der DOG-Chef hätte im Sinne sportlichen Verhaltens mehr Leverkusener Interesse an einer Aufklärung für wünschenswert gehalten: "Wenn das so klar ist, dann müssen vielleicht auch Trainer und Spielführer sagen, dass man das doch einmal irgendwie nachprüfen soll."

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