Präsident Uli Hoeneß hofft in seiner Steueraffäre offenbar auf Straffreiheit.

Einem Bericht des "Focus" zufolge haben Hoeneß' Verteidiger bei Gericht beantragt, die Anklage wegen Steuerhinterziehung gegen den 61-Jährigen nicht zur Hauptverhandlung zuzulassen.

Die Argumentation: Die Selbstanzeige von Hoeneß aus dem Januar wirke strafbefreiend, da sie allenfalls in Teilen unvollständig sei.

Eine Selbstanzeige führt Steuersünder für gewöhnlich jedoch nur in die Legalität, wenn die betreffende Person sämtliche zuvor nicht angegebenen Einkünfte nachmeldet.

Die Münchner Justizsprecherin Andrea Titz bestätigte dem "Focus", dass eine Stellungnahme der Anwälte eingegangen sei, wollte über den Inhalt aber keine Angaben machen.

Auch Hoeneß-Anwalt Werner Leitner wollte sich nicht zu den Argumenten der Verteidigung äußern.

Titz zufolge wird die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II "in den kommenden Wochen entscheiden", ob es die Anklage zulässt.

Sollte das der Fall sein, könnte Hoeneß bereits im Januar vor Gericht stehen.

Die Staatsanwaltschaft München II hatte im Juli Anklage gegen den früheren Manager erhoben.

Nach ihren Ermittlungen soll er Steuern in Höhe von 3,2 Millionen Euro hinterzogen haben.

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