Die unendliche Debatte nimmt wieder Fahrt auf - und wie. Keinen Tag nach dem Phantomtor von Sinsheim forderte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nachdrücklich Torlinientechnologie in deutschen Bundesligastadien.

"Wir sind klar pro Torlinientechnologie", sagte Rainer Koch, der DFB-Vizepräsident für Rechts- und Satzungsfragen auf Nachfrage von SPORT1 am Samstag.

Das Nicht-Tor des Leverkuseners Stefan Kießling im Freitagsspiel in Sinsheim sei als klares Argument für technische Hilfsmittel zu deuten, die Schiedsrichter forderten diese ohnehin schon lange, meinte Koch.

Der 54 Jahre alte Jurist schilderte , dass 1899 Hoffenheim die Einspruchsgebühr bezahlt habe und somit das Verfahren eingeleitet werde. Koch verteidigte zudem den massiv in die Kritik geratenen Schiedsrichter der betroffenen Partie.

Felix Brych sei aktuell neben Wolfgang Stark die Nummer eins in Deutschland, sagte er und machte den Kraichgauern nur wenig Hoffnung auf einen erfolgreichen Protest: Es liege - Stand jetzt - kein Regelbruch vor, da Referee Brych sowohl bei Bayer-Stürmer Kießling, als auch bei seinen Assistenten nachgefragt habe.

Er war auf sich alleine gestellt. Koch, der am Sonntag im Volkswagen-Doppelpass zum Thema spricht, hat mit seinen Aussagen eine alte Diskussion neu angeheizt. Die Antwort der Deutschen Fußball-Liga (DFL), die eine Einführung der Torlinientechnologie vor 2015 für nicht realisierbar hält, dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

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