Mit dem ersten Saisonsieg in Wolfsburg hat Eintracht Braunschweig am Samstag ein Zeichen gesetzt.

Die Hoffnung ist zurück beim Schlusslicht, aber beim Aufstiegstrainer Torsten Lieberknecht hält sie sich in Grenzen.

"Es wäre eine große Überraschung, auch in der nächsten Saison noch in der ersten Liga zu spielen", betonte er im Interview mit SPORT1.fm, wandte aber ein: "Die Saison ist noch lang. Wir werden uns nicht aufgeben und deshalb sollte man uns nicht abschreiben."

Der 40-Jährige sieht die "Löwen" mental noch nicht gewappnet für den Kampf gegen den Abstieg: "In den letzten Jahren wurden nur Erfolge gefeiert, deshalb ist es für alle Beteiligten ein Lernprozess, jetzt auch Niederlagen zu verarbeiten."

Unabhängig vom ersten Dreier schließt Lieberknecht einen Rücktritt kategorisch aus.

"Meine Art ist, mich auch im Erfolgsfall kritisch zu hinterfragen. Ich habe keine Sekunde an Rücktritt gedacht", betonte er und trat damit Spekulationen aus der vorigen Woche entgegen. "Meine Mannschaft würde ich nie im Regen stehen lassen. Das ist nicht meine Art."

Von der Vereinsführung erhielt Lieberknecht nach dem Spiel in Wolfsburg eine langfristige Jobgarantie ? im Notfall auch wieder für die zweite Liga. Dies sei nicht alltäglich und deshalb ein hoher Vertrauensbeweis, wenn man solche Rückendeckung erhalte, sagte er weiter.

Für die nächsten Spiele sei wichtig, die Demut vor den Gegnern abzulegen und mit mehr Selbstvertrauen aufzulaufen.

Beeindruckt zeigt er sich von der Unterstützung der Anhänger: "Es gibt einen großen Stolz bei den Fans und große Rückendeckung. Viele hätten nie gedacht, in Braunschweig überhaupt nochmal erste Liga zu erleben."

Torsten Lieberknecht im Telefoninterview mit SPORT1.fm by SPORT1.fm

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