Der Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow vom Hamburger SV hat mit Unverständnis darauf reagiert, dass ausländische Profis offenbar vor einem Wechsel zum Bundesliga-Dino gewarnt werden.

"Ich kann diese Warnung nicht nachvollziehen und sie deckt sich auch nicht mit den Erfahrungen, die wir in dieser etwas hektischen Transferperiode gemacht haben", sagte der 58-Jährige: "Es ist nicht so, dass Spieler aus dem Ausland nicht mehr mit uns reden wollen."

Der Politiker bringt Verständnis dafür auf, dass ausgemusterte Profis nicht glücklich sind, wenn sie nicht mehr mit der Profimannschaft trainieren dürfen.

"Wenn Spieler aber seit einem längeren Zeitraum wissen, dass wir nicht mehr mit ihnen planen und dann Angebote von anderen Vereinen ausschlagen, müssen sie damit im Sinne eines optimalen Trainingskaders leben", sagte Jarchow:

"Das ist ja nicht von jetzt auf gleich passiert, sondern es gibt eine Vorgeschichte. Wir stehen in engem Kontakt zu ihnen und ihren Beratern."

Hoffenheims Leiter Profifußball Alexander Rosen wünscht sich, "dass diese Debatte ausgewogener, faktenbezogener und mit mehr Substanz geführt wird. Auch wir als Verein sind nicht glücklich über die Lage, aber wir sind sicher nicht alleine verantwortlich dafür. Wir beteiligen uns gerne an jedem sachlichen Dialog, der die Problematik in Sinne aller Beteiligten entschärft", sagte der 34-Jährige.

Zuvor hatte Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VDV, bestätigt, dass ausländische Profis offenbar von ihren nationalen Gewerkschaften vor Wechseln zum HSV und Ligakonkurrent 1899 Hoffenheim gewarnt werden.

Im Kraichgau und in der Hansestadt wurden mehrere Spieler vom Trainingsbetrieb der Profimannschaft ausgeschlossen.

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