Sportdirektor Michael Zorc vom deutschen Vizemeister Borussia Dortmund glaubt nicht an eine erdrückende Dominanz des BVB und von Triple-Sieger Bayern München in der Liga.

"Ich glaube, dass die Balance in der Bundesliga grundsätzlich stimmt. Es hat in unserer Geschichte beispielsweise noch nie so viele unterschiedliche Meister gegeben wie in den vergangenen zehn Jahren", sagte der 51-Jährige in einem Interview in der "Sport Bild".

"Im Vergleich aller großen europäischen Ligen ist der Solidaritätsgedanke in Deutschland am stärksten ausgeprägt", so Zorc weiter. "Die Bundesliga-Spitzenklubs leisten doch schon hohe Solidargelder." Man solle nur daran denken, wie groß in Spanien der TV-Gelder-Anteil ist, den alleine Real Madrid und der FC Barcelona abschöpfen würden.

In Bezug auf die allgemeine Explosion der Gehälter meinte der Ex-Nationalspieler: "Ich bin dafür, dass wir uns eine gewisse Gehaltshygiene bewahren. Das machen wir beim BVB aus Überzeugung, auch weil wir der Meinung sind, dass sich diese Gehaltshygiene letztlich positiv auf die Atmosphäre in der Mannschaft auswirken wird."

Zorc räumte ein, dass natürlich auch die Gehälter in Dortmund "vor dem Hintergrund sportlicher Erfolge und höherer Einnahmen in den vergangenen Jahren" gestiegen seien.

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