Nach dem Fehlstart in der Bundesliga geht HSV-Sportchef Oliver Kreuzer in die Offensive.

Wie sein Vorgänger Frank Arnesen in einer vergleichbaren sportlichen Notsituation vor Jahresfrist will auch Kreuzer nun doch ein Transferrisiko eingehen und sich vom Aufsichtsrat des Hamburger SV das Okay dafür holen.

Um den dringend benötigten Stürmer verpflichten zu können, müsste das Kontrollgremium das nötige Geld für den Nachkauf bewilligen. "Wenn wir jetzt keinen Stürmer mehr holen, dann begeben wir uns in eine gefährliche Situation. Wenn Artjoms Rudnevs mal ausfällt, haben wir keine Alternative. Das gefährdet den Erfolg", sagte Kreuzer und warb damit auch im eigenen Vorstand um Unterstützung.

"Wir sind in konstruktiven Gesprächen. Der Aufsichtsrat wird eventuelle Beschlussvorlagen des Vorstands wohlwollend prüfen", zitierte das "Hamburger Abendblatt" den Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Ertel. Beide Seiten stünden deshalb in ständigem Kontakt, hieß es dazu weiter.

Unter anderem ist der Nordklub an Eren Derdiyok interessiert, der bei 1899 Hoffenheim ausgemustert ist und nur noch in der "Trainingsgruppe 2" trainieren darf.

Im Gegenzug versucht der HSV weiterhin, die aussortierten Spieler Gojko Kacar, Robert Tesche, Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic zu verkaufen und damit ihren Gehaltsetat von zurzeit rund 46 Millionen Euro zu entlasten.

Die vier Profis kassieren rund sechs Millionen Euro Jahresgehalt. Ursprüngliches Ziel des Vorstands war es, den Posten auf unter 40 Millionen Euro zu drücken.

Zumindest bei Tesche, der laut Kreuzer eine Anfrage von einem deutschen Klub vorliegen hat, und Kacar (Angebot von Tom Tomsk aus Russland) könnte noch etwas passieren.

Für den wechselwilligen Mancienne fehlen dagegen die Angebote, Großverdiener Rajkovic will seinen Vertrag zur Not in der U 23 aussitzen.

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