Klaus Zimmermann, Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), hat eine Deckelung der Gehälter für Fußball-Stars wie Franck Ribery und Mario Götze in der Bundesliga nach dem Vorbild der Profiligen in den USA gefordert, um Fairness und Chancengleichheit zu wahren.

"Bevor der europäische Spitzensport seinen Konzentrationsprozess noch weiter fortsetzt und einige wenige Vereine mit allen Titeln davonlaufen, sollten wir aus dem Beispiel Amerika lernen. Dort werden die Grundprinzipien der Fairness nachhaltig mit den Grundsätzen des freien Marktes verbunden", schreibt der renommierte Wirtschaftswissenschaftler in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt online". In den US-Profiligen wie der NFL (Football) und NBA (Basketball) gibt es Gehaltsobergrenzen, die die Klubs nicht übersteigen dürfen.

Angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Diskrepanz zwischen reicheren und ärmeren Klubs in Europa und der Bundesliga drohe ohne eine Gehaltsgrenze die große Langeweile. Mit Blick auf Deutschland stelle sich die Frage, "inwieweit Bayern München und Borussia Dortmund nicht zu dominant geworden sind und ob sich dieser Trend aufgrund ihrer Marktmacht beim Spieleraufkauf nicht noch weiter fortschreiben wird. Das würde dem echten Wettbewerb in der Bundesliga nicht gut tun".

Seit 2000 haben der BVB und der FC Bayern zehn Meistertitel geholt. "In Spanien ist die Situation sogar noch eindeutiger", schreibt Zimmermann.

Der FC Barcelona und Real Madrid hätten seit der Spielzeit 2000/2001 insgesamt elf nationale Meisterschaften gewonnen. In England sei die Situation "nur ein bisschen besser. Die Macht liegt bei ganz wenigen Superklubs", kritisierte Zimmermann.

Das IZA ist mit mehr als 1200 Wissenschaftlern das weltweit größte Forschungsnetzwerk der Wirtschaft.

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