Thomas Berthold hat die schnelle Trennung von Bruno Labbadia als Trainer des VfB Stuttgart überrascht. Dennoch kann er die Entscheidung von Sportchef Fredi Bobic nachvollziehen:

"Beim VfB ist in den letzten Monaten und Jahren zu viel angefallen. Die Verantwortlichen haben dem Bruno nicht mehr zugetraut, die Kurve zu kriegen. Ich habe gute Kontakte nach Stuttgart. Da muss es auch mit den neuen Spielern und dem Bruno schon von Anfang an richtig rumort haben", analysierte Berthold in seiner SPORT1-Kolumne.

Außerdem kritisierte der Weltmeister von 1990 die Leistung der Mannschaft in der vergangenen und der laufenden Saison:

"Die vergangene Saison war eine Katastrophe. Die schwäbischen Zuschauer wollen Leistung für ihr Geld sehen. Und wie viele gute Heimspiele waren da dabei? Keines! Höchstens das im Pokal-Halbfinale gegen Freiburg. (...) Als beim ersten Heimspiel nur 40.000 Zuschauer kamen und es direkt Stimmung gegen den Trainer gab, war klar, dass Bruno keinen Kredit mehr bei den Fans hat", resultierte Berthold bei SPORT1.

Einen Tipp, wer der Labbadia-Nachfolger werden könnte, gibt Berthold nicht ab. Dennoch appelliert er, einen erfahrenen Trainer zu verpflichten, der "wieder eine positive Grundstimmung reinbringen" kann.

Der VfB Stuttgart hatte am Montagvormittag nach drei Niederlagen in den ersten drei Bundesligaspielen die Reißleine gezogen und Labbadia sowie dessen Co-Trainer Eddy Sözer entlassen.

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