Die Verantwortlichen von 1899 Hoffenheim sehen der gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem aussortierten Profi Eren Derdiyok gelassen entgegen.

"Wir haben uns gefragt: Haben wir verantwortungsvoll bestmögliche Bedingungen geschaffen? Da sagen wir nach wie vor: Ja, das haben wir gemacht", sagte Alexander Rosen, Hoffenheims Leiter Profifußball dem "kicker".

Für den von Derdiyok beim Mannheimer Arbeitsgericht gestellten Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gebe es keinen Präzedenzfall. "Wir kennen die Urteile, es ging mal so oder so aus, es waren immer unterschiedliche Konstellationen", sagte Rosen.

Eine vergleichbare Situation, "was die Bedigungen, die wir geschaffen haben, betrifft - über Fußballlehrer, Co- und Torwarttrainer, Physiotherapeut, Teammanager, Betreuer, Verpflegung - gab es in dieser Form noch nicht".

Der Schweizer Derdiyok, der wie Tim Wiese, Matthieu Delpierre, Edson Braafheid und Tobias Weis in die Hoffenheimer "Trainingsgruppe 2" degradiert wurde, will per gerichtlichen Beschluss in den Bundesliga-Kader zurückkehren.

"Die Beschäftigungspflicht wird von Hoffenheim nicht erfüllt", sagte Derdiyoks Anwalt Norbert Nasse der "Bild"-Zeitung. In einem Eilverfahren könnte bereits am Mittwoch über den Antrag entschieden werden.

Rosen, Nachfolger von Ex-Manager Andreas Müller, erklärte: "Das ist eine unangenehme Situation für die Spieler und den Verein, die der Vergangenheit geschuldet ist, jetzt müssen wir die bestmögliche Lösung finden."

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