Der VfB Stuttgart hat Konsequenzen aus dem Fehlstart in die Bundesliga gezogen und sich von Trainer Bruno Labbadia getrennt. Der 47-Jährige wurde am Montag nach der der vierten Pflichtspielpleite hintereinander tags zuvor beim FC Augsburg (1:2) mit sofortiger Wirkung entlassen.

Das teilte der Klub am Montagmorgen mit. Auch Labbadias Assistent Eddy Sözer verlässt den Verein. Labbadia hatte den Trainerjob bei den Schwaben am 12. Dezember 2010 übernommen.

Den Nachfolger für den erfolglosen Trainer will der Verein auf einer Pressekonferenz am Nachmittag (15.00 Uhr) bekannt geben. Als Favorit wird der aktuelle Nachwuchstrainer Thomas Schneider gehandelt, der seit 2011 die U17-Auswahl der Stuttgarter betreut.

Das erste Training ohne Labbadia leiteten am Montagmorgen Torwarttrainer Andreas Menger und Konditionscoach Christos Papadopoulos.

VfB-Kapitän Serdar Tasci zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung. "Wenn man die letzten Jahre betrachtet, dann haben wir unter ihm zuerst den Abstieg verhindert und dann zweimal in Folge den Europapokal erreicht. Von daher finden wir es schade, aber so ist es im Fußball eben", sagte der 26 Jahre alte Abwehrchef, der aufgrund einer Knieverletzung noch mindestens drei Wochen pausieren muss.

Die erste Trainerentlassung der 51. Bundesligasaison hatte sich bereits im Anschluss an die Niederlage im Schwaben-Duell angedeutet, als Sportvorstand Fredi Bobic nach der erneut schwachen Vorstellung des ambitionierten VfB ein klares Bekenntnis zum Trainer vermieden hatte.

Der fünfmalige deutsche Meister ist neben Aufsteiger Eintracht Braunschweig das einzige Team ohne einen Punktgewinn nach drei Ligaspielen. Die Fans hatten bereits seit drei Partien die Entlassung Labbadias gefordert.

Nachdem er in der Saison 2010/11 als Nachfolger von Jens Keller den Verein im Abstiegskampf übernommen hatte, führte Labbadia den VfB dank einer erfolgreichen Rückrunde noch zum Klassenerhalt. In der Folgesaison schaffte er mit dem Traditionsverein sogar den Sprung in die Europa League.

Seinen größten Erfolg als VfB-Trainer feierte er in der letzten Spielzeit mit dem Einzug ins DFB-Pokal-Finale, wo die Stuttgarter gegen Triple-Sieger FC Bayern mit 2:3 verloren. Zuvor war sein Vertrag im Januar bis 2015 verlängert worden.

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