Zum 50. Geburtstag der Bundesliga hat der FC Bayern München in Deutschlands Fußball-Oberhaus den geplanten Sprung an die Tabellenspitze verpasst.

Der Triple-Sieger gewann zwar im bayerischen Derby mit 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg, blieb aber mit neun Punkten aus drei Spielen Dritter hinter Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.

Bayer besiegte am Samstag Borussia Mönchengladbach mit 4:2 und behauptete Rang zwei hinter Vizemeister BVB, der am Freitagabend Werder Bremen mit 1:0 geschlagen hatte.

Platz vier behielt der FSV Mainz 05, der mit dem 2:0 gegen den VfL Wolfsburg ebenfalls seinen dritten Dreier in dieser Spielzeit verbuchte.

Die sportliche Talfahrt beim FC Schalke 04 geht weiter.

Nach dem 1:2 bei Hannover 96 wartet der Champions-League-Aspirant weiter auf sein erstes Erfolgserlebnis in dieser Saison.

Den ersten Punkt errang derweil der SC Freiburg mit dem 3:3 bei 1899 Hoffenheim.

Im 187. Südderby erwies sich der 1. FC Nürnberg lange Zeit als unbequemer Gegner für die Bayern, bei denen Mario Götze und Thiago erstmals von Beginn an aufliefen.

Die Franken standen beim Titelverteidiger lange Zeit vor einem Punktgewinn und gerieten erst in der Schlussphase nach Treffern von Franck Ribéry (69.) und Arjen Robben (78.) auf die Verliererstraße. Mit dem 28. ungeschlagenen Spiel in Serie stellten die Bayern einen Vereinsrekord auf.

Eine weitere Münchner Chance vereitelte "Club"-Torhüter Raphael Schäfer, der in der 33. Minute einen umstrittenen Foulelfmeter von David Alaba meisterte.

Bayer Leverkusen baute seine Erfolgsserie weiter aus.

Mit dem hart erkämpften 4:2 gegen den rheinischen Rivalen Mönchengladbach feierte die Werkself ihren achten Sieg nacheinander und stellte damit einen Clubrekord auf.

Stefan Kießling (23./Handelfmeter) mit seinem 100. Tor im Bayer-Dress sowie Sidney Sam (28./61.) und Gonzalo Castro (72.) trafen für die Leverkusener, die nach den Gegentoren von Martin Stranzl (54.) und Juan Arango (57.) schnell wieder in die Spur fanden.

Gladbach verlor auswärts das sechste Spiel nacheinander.

Drei Tage nach dem enttäuschenden 1:1 im Champions-League-Playoff gegen Saloniki fand Schalke auch in Hannover nicht den Weg aus seiner sportlichen Krise.

Neben den Punkten verloren die ohnehin schon verletzungsgeplagten Königsblauen auch noch ihren Kapitän Benedikt Höwedes, der wegen einer Notbremse die Rote Karte sah (14.).

Den fälligen Strafstoß verwandelte Szabolcs Huszti (15.), der in der 74. Minute Gelb-Rot sah. Noch vor der Pause baute Mame Diouf (41.) den Vorsprung aus. Adam Szalai (55.) gelang nur noch der Anschluss, ehe in Christian Fuchs (85.) noch ein Schalker mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste.

Für 1899 Hoffenheim war das Remis gegen Freiburg nach furiosem Saisonstart ein Dämpfer.

Dabei lag der Beinahe-Absteiger der vorigen Saison durch Sejad Salihovic (9./Foulelfmeter) und Kevin Volland (25.) zweimal in Führung.

Einen Bärendienst erwies Salihovic seiner Mannschaft, als er im Anschluss an seinen Treffer wegen einer Tätlichkeit mit Rot vom Feld musste.

Bereits der vierte Platzverweis für den Bosnier in der Liga.

Oliver Sorg (13.), Karim Guede (29.) und Sebastian Freis (65.) waren für den SC erfolgreich, der die Partie nach Gelb-Rot für Francis Coquelin (41.) und Admir Mehmedi (90.) sogar nur zu neunt beendete.

Erst Tobias Strobl (72.) sicherte 1899 den Punktgewinn.

Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel setzte sich Mainz in der Spitze fest.

Eric-Maxim Choupo-Moting (60.) und Nicolai Müller (78.) mit seinem vierten Saisontor trafen für die Rheinhessen.

Wolfsburg musste mit der Gelb-Roten Karte für die brasilianische Neuerwerbung Luiz Gustavo (64.) einen weiteren Nackenschlag verdauen.

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