Investor Klaus-Michael Kühne hat zum Rundumschlag gegen den Hamburger SV ausgeholt und Felix Magath als neuen Präsidenten gefordert.

Besonders Trainer Thorsten Fink griff der 76-Jährige mit deutlichen Worten an. "Ich bin maßlos enttäuscht von ihm", sagte Kühne in einem Interview des "Hamburger Abendblatts": "Mir scheint es so, als ob er die Mannschaft weder richtig führen noch motivieren kann."

Der Milliardär warf Fink vor, mit den beiden trainingsfreien Tagen nach dem Hoffenheim-Debakel (1:5) ein falsches Signal gesetzt zu haben. "Diese Entscheidung hat das Fass zum Überlaufen gebracht", erklärte Kühne.

Fink hatte anschließend die Profis Dennis Aogo und Tomas Rincon suspendiert, weil sie in ihrer Freizeit nach Mallorca geflogen waren.

Auch wenn er sich in seinem Domizil auf der Ferieninsel aufhalte, habe er die Profis nicht getroffen, beteuerte Kühne. Die Suspendierung für das Spiel am Samstag in Berlin ärgerte den Unternehmer, der den Norddeutschen beim Transfer von Rafael van der Vaart im Sommer 2012 mit einem Darlehen von acht Millionen aushalf.

Nur Magath ist laut Kühne in der Lage, den HSV zu retten: "Er ist der Einzige, den ich für fähig halte, bis zum Ende der Transferfrist einen dringend benötigten Stürmer zu verpflichten."

Er habe auch schon Kontakt zu Magath gehabt. Für den früheren HSV-Kapitän gebe es nur "zwei ernsthafte Optionen. Entweder er geht als Trainer in den arabischen Raum oder er wird neuer starker Mann beim HSV. Er selbst scheint die zweite Option zu präferieren."

Ohne grundlegende Strukturveränderungen beim HSV würde er kein weiteres Geld zur Verfügung stellen, stellte Kühne klar.

HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer traut Kühne nichts zu: "Einfach ist diese Aufgabe wirklich nicht. Aber gerade deswegen müsste man einen Top-Mann holen, der dieser Aufgabe gewachsen ist - und eben keinen Drittligamanager."

Kreuzer reagierte prompt: "Ich stelle mich komplett vor meinen Trainer. Ich kann nicht verstehen, wie jemand von außerhalb, der meine Arbeit und die unseres Trainers nicht bewerten kann, zu solchen Aussagen kommt", sagte Kreuzer bei "Sky".

Kreuzer weiter: "Es ist für mich eine Katastrophe, wenn Externe glauben, sie können hier alle Leute im Verein diffamieren."

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