Der frühere DFB-Trainer Michael Skibbe hat in der Schweiz offenbar sein Glück gefunden - eine Rückkehr in die Bundesliga ist dennoch nicht ausgeschlossen.

"Ja, jederzeit. Ich hatte im letzten Jahr auch die ein oder andere Anfrage, aber unter der Saison wollte ich keine Mannschaft übernehmen", sagte der neue Trainer des Schweizer Rekordmeisters Grasshopper Zürich: "Im Sommer hatte sich dann nichts ergeben und deswegen bin ich wieder ins Ausland gewechselt."

Seine letzte Station in Deutschland, die 41 Tage bei Hertha BSC, sei inzwischen "abgehakt", sagte Skibbe, der an der Seite von Teamchef Rudi Völler 2002 Vize-Weltmeister wurde:

"Das ist vorbei und jetzt kommt die nächste sportliche Herausforderung. Es war damals sicher auch von mir ein etwas überstürztes Engagement - im Nachhinein war es sicherlich ein großer Fehler." In Berlin hatte Skibbe im Winter 2012 in 41 Tagen und fünf Pflichtspielen keinen Punkt geholt und war anschließend entlassen worden.

Zürich sei eine "sehr faszinierende Stadt und die Leute sind cool", sagte Skibbe, der in den Playoffs zur Europa-League-Gruppenphase auf den AC Florenz mit Nationalspieler Mario Gomez trifft:

"Ich fühle mich sehr wohl und würde mir sehr wünschen, hier eine Weile zu bleiben. Aber klar, der Fußball hat hier im Verhältnis nicht den gleichen Stellenwert."

Seine Arbeit bei den "Hoppers" sei "eher perspektivisch", meinte der 48-Jährige: "Es ist immer noch recht wenig Geld im Verein. Für uns wird es darum gehen, vorne in der Tabelle mitzuspielen - aber ganz vorne dabei zu sein, wird schwer".

Der Grasshopper Club wartet seit zehn Jahren auf seinen 28. Meistertitel, gewann aber zuletzt immerhin den Pokal. "Man hat immer Druck, wie bei jeder meiner vergangenen Trainerstationen auch", sagte Skibbe:

"Am Ende wird immer nach Ergebnis abgerechnet. Das ist bei jedem Arbeitgeber in jeder Liga das Gleiche."

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