Werder Bremen hat mit Besorgnis auf einen Fernsehbeitrag über Missstände bei seinem Hauptsponsor Wiesenhof reagiert und eine lückenlose Aufklärung der Vorwürfe verlangt.

"Das ist weder für Wiesenhof noch für uns schön. Es ist wichtig, dass die richtigen Dinge in die Wege geleitet werden", sagte Werders Sportdirektor Thomas Eichin.

In einem "ARD"-Beitrag waren Tierschutzvergehen bei der Ausstallung in Putenfarmen, die für den umstrittenen Geflügelfabrikanten arbeiten sollen, angeprangert worden.

"Der dargestellte Umgang mit den Puten ist weder mit dem Tierschutzgesetz noch mit der Firmenpolitik vereinbar. Sollte es zu Ermittlungen der Behörden aufgrund dieses Beitrags kommen, würden wir das ebenfalls im Sinne einer lückenlosen Aufklärung begrüßen", heißt es in einer Pressemitteilung, die von der Werder-Geschäftsführung verschickt wurde.

Wiesenhof habe bereits im Vorfeld der Ausstrahlung des Berichts Konsequenzen für die Mitarbeiter des beauftragten Unternehmens angekündigt oder bereits gezogen.

Werder betonte, dass bereits Gespräche mit dem Sponsor geführt worden seien. Dem Verein sei versichert worden, dass "Wiesenhof nach entsprechenden Untersuchungen mit aller Konsequenz vorgehen wird. Ein Mitarbeiter, der in den Filmaufnahmen zu sehen ist, wurde bereits im April aufgrund von internen Kontrollen entlassen."

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