Der ehemalige Bayern-Profi Breno hat beim FCB sein Resozialisierungsprogramm gestartet. Für den Brasilianer ist es nach 13 Monaten im Gefängnis der erste Schritt Richtung Zukunft.

Im Vorjahr war er wegen schwerer Brandstiftung zu insgesamt drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden.

"Die 13 Monate im Gefängnis waren ganz hart, jetzt kann ich mit Bayern die Resozialisierungsmaßnahme machen", sagte Breno in einer Medienrunde an der Säbener Straße.

Die Aufregung war ihm anzumerken. "Mein Deutsch ist nicht so gut, ich bin bisschen nervös, ganz normal."

Der 23-Jährige wurde am Montagmorgen von einem Chauffeur um kurz vor neun Uhr zum Vereinsgelände gebracht. Im hellblauen Hemd berichtete Breno von der Zeit in Haft und sagte: "Ich kann im Gefängnis viermal pro Woche trainieren, jetzt habe ich die Chance hier zu trainieren, gottseidank habe ich im Knie keine Probleme mehr."

Im Gefängnis habe er viel gelernt, besonders half ihm in dieser Zeit seine Familie. "Meine Frau und meine Kinder standen die ganze Zeit hinter mir, ich glaube, jetzt bin ich schon ein bisschen anderer Mensch."

Vorerst wird der frühere Verteidiger von 8.30 bis 13.30 Uhr beim FC Bayern in der Nachwuchsabteilung als Co-Trainer mitarbeiten und sich körperlich fit halten.

In einigen Monaten könnte die Zeit des Freigängers beim FCB dann auf acht Stunden ausgedehnt werden.

"Hier ist einer aus der Bayern-Familie, der große Probleme hatte. Wenn man so auf der Sonnenseite steht, wie wir beim FC Bayern, dann muss man denen helfen, die in Not sind", sagte Uli Hoeneß auf SPORT1-Nachfrage.

Der Bayern-Präsident bedankte sich ausdrücklich bei der Justizvollzugsanstalt und den Behörden, dass Breno diese Chance erhalte. "Er hat sich als Gefangener tadellos verhalten, deshalb ist die Justizvollzugsanstalt an uns herangetreten."

Und Hoeneß verriet, dass während des Audi Cups Vertreter von Sao Paulo ihr Interesse bestätigt hätten den vereinslosen Profi "irgendwann in Brasilien zu begrüßen." Das sei aber Zukunftsmusik.

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