Der frühere CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber hat den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück für dessen Einlassungen zum Thema Uli Hoeneß in aller Schärfe kritisiert.

"Wer Bundeskanzler werden will, sollte die Grundlagen unseres Rechtsstaates besser kennen. Polemik und öffentlicher Pranger können ein rechtsstaatliches Verfahren nicht ersetzen", sagte Stoiber (71), der im Aufsichtsrat von Bayern München sitzt, am Sonntag.

Steinbrück (66) hatte den wegen Steuerbetrugs angeklagten Hoeneß aufgefordert, sein Amt als Aufsichtsratschef von Bayern München "mindestens" ruhen zu lassen.

Dass Hoeneß weiterhin als Aufsichtsratsvorsitzender tätig sei, sei "gelinde gesagt merkwürdig", hatte Steinbrück dem "Kölner Express" gesagt.

Stoiber brachte er damit auf die Palme. "Die rechtliche Bewertung dieser Selbstanzeige ist Sache des zuständigen Gerichts.

BVB-Aufsichtsrat Steinbrück sollte den Sport aus seinem missratenen Wahlkampf besser heraushalten", schimpfte der frühere Kanzlerkandidat.

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