Bayern-Trainer Pep Guardiola war nach dem 1:0-Sieg in Frankfurt zu hundert Prozent zufrieden.

Von Sportvorstand Matthias Sammer kann man das nicht gerade behaupten.

Ganz im Gegenteil, als nach dem Spiel die Rede von den beiden Spaniern Thiago und Javi Martinez war, platzte Sammer vor versammelter Presse der Kragen.

"Vielleicht hätten wir Thiago noch über Sydney oder Melbourne schicken müssen. Ich finde das eine Zumutung. Javi kam in einem Zustand zurück, da habe ich für den spanischen Verband überhaupt kein Verständnis", polterte der 45-Jährige vor versammelter Presse los.

Thiago und Martinez waren mit der spanischen Nationalmannschaft am Mittwoch in Ecuador angetreten.

Für das Frankfurt-Spiel erachtete Guardiola das Duo dann nicht für ausreichend fit.

Thiago kam erst in der 65. Minute in die Partie, Martinez spielte überhaupt nicht.

Vor allem, dass es bei Guardiolas Wunschspieler wieder nicht für einen Einsatz von Beginn an reichte, stieß Sammer sauer auf:

"Wir wollen Thiago in die beste Verfassung bringen, da sind solche Dienstreisen nicht gerade förderlich. Er war völlig kaputt und leer."

Und Sammer legte nach:

"Eine Unverschämtheit ist das für diese Spieler! Sie sind glücklich, für den Verband zu arbeiten. Aber was er ihnen zumutet ist eine Unverschämtheit, bei allem Respekt."

Der Ärger über den spanischen Verband schwelt offenbar schon länger, wie Sammer durchblicken ließ:

"Ich bin ja schon froh, wenn die Spieler überhaupt zurückkommen. Die Kommunikation mit dem Verband ist katastrophal. Die Einladungen kommen sauspät, und wir erfahren auch spät, wann die Spieler zurückkommen. So geht man nicht miteinander um."

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