Es war die Riesenüberraschung des ersten Spieltags - und wenn es nach Michael Preetz geht, werden noch weitere Paukenschläge aus der Hauptstadt folgen.

Der Hertha-Manager fühlt sich nach dem 6:1-Kantersieg der Berliner zum Liga-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt bestätigt und rechnet mit neuerlichen starken Auftritten.

"Diese 90 Minuten haben uns Aufschluss gegeben, dass wir mithalten können. Das haben wir auch erwartet", sagte er im Interview mit SPORT1 (mehr ab 18.30 Uhr im TV bei Bundesliga Aktuell). Preetz kündigte an: "Das wird uns beflügeln."

Ein Extralob bekam Trainer Jos Luhukay. "Er hat es schnell geschafft, diese Mannschaft hinter seine Spielidee zu bringen und den Umschwung in Berlin einzuleiten", erzählte Preetz im Rückblick auf den vergangenen Sommer, als der Niederländer seine Arbeit in der Hauptstadt aufnahm.

Dass sich Luhukay nach dem Abstieg und den wochenlangen Querelen rund um das Relegationsspiel gegen Düsseldorf überhaupt für die "Alte Dame" entschieden hat, rechnet er dem Trainer hoch an.

Preetz: "Das Image war im Sommer 2012 enorm beschädigt. Wir wussten, dass wir das nur wieder korrigieren können, wenn wir erfolgreich Fußball spielen. Er hat sich in einer Situation für uns entschieden, als es nicht leicht war, so einen Fußballfachmann nach Berlin zu bekommen."

Der Manager verteidigte außerdem die Art des 50-Jährigen, der bei seinem Amtsantritt mit Vorbehalten zu kämpfen hatte: "Es hieß immer, das ist ein netter Kerl, aber der hat keinen Glamour-Faktor für eine Stadt wie Berlin", erinnerte sich Preetz.

"Ich finde, wir haben eine fabelhafte Antwort darauf gefunden. So ein ehrlicher, akribischer, geerdeter Arbeiter versprüht eben auch Glamour - aber einen Glamour, der uns bei Hertha BSC gut tut", der ehemalige Hertha-Profi.

Dass im Umfeld des Aufsteigers seit dem Auftaktsieg gegen Frankfurt eine riesige Euphorie herrscht, freut Preetz: "Wir finden es phantastisch, wenn Begeisterung, Zuspruch und Euphorie für Hertha da sind. Die Fans dürfen gerne träumen, sie sollen auch träumen. Unsere Aufgabe ist es, es richtig einzuordnen."

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