Bei der Bundesliga-Saisoneröffnung des FC Bayern war es in der Münchner Arena ungewöhnlich still. Daran änderte auch der 3:1-Sieg der Gastgeber über Borussia Mönchengladbach wenig.

Über die gesamte Spieldauer waren beinahe ausschließlich die Gladbacher Fans zu hören, die Anhänger des Triple-Siegers machten außer bei den Toren nur zu Spielbeginn etwas Stimmung, ansonsten herrschte häufig gespenstische Ruhe.

Bisher waren in den Stimmungsblöcken 112 und 113 hunderte stimmungswillige Anhänger vertreten, obwohl sie diese Karten für andere Blöcke erworben hatten. Dies verhinderte der Triple-Sieger jetzt durch den Einbau von Drehkreuzen, um die Ränge nicht zu überfüllen.

Viele Fans blieben am Freitagabend ihren Stehplätzen aus Solidarität fern. Weder Fahnen noch Banner waren in diesen Fanblöcken zu sehen, es wurde auch kein Gesang und Klatschen angestimmt. Die Ultra-Gruppierung "Schickeria" boykottierte so den Saisonstart.

"Es gibt einen Fandialog, wir sind im Austausch mit den Fans", kommentierte Karl-Heinz Rummenigge. "Wenn 200, 300 meinen, sie müssen ruhig bleiben, kann man das nicht ändern. Wir können sie nicht zwingen zu schreien", fügte der FCB-Vorstandsvorsitzende an.

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