Paul Scharner (33) droht dem Hamburger SV nach seiner Abschiebung in die zweite Mannschaft offen mit "Krieg". "Das kann ich nicht akzeptieren", sagte Scharner Hamburger Medien:

"Scheinbar gibt es in Deutschland ein Problem mit mir. Gespräche aus der Vergangenheit zählen nichts mehr. In Innsbruck wurde mir noch vor wenigen Wochen erzählt, dass ich nicht abgeschoben werde."

Der Verteidiger sprach von "Erpressung" seitens des Vereins.

Inzwischen spricht Scharner, der die Situation beim HSV zuletzt bereits als "Horror" bezeichnet hatte, sogar vom Karriereende: "Ich kann wechseln, ich kann zur U 23 gehen, ich kann Krieg führen, oder ich kann aufhören. Auch das ist eine Option."

Ab der kommenden Woche soll Scharner wie die beiden zuvor ausgemusterten Profis Robert Tesche und Gojko Kacar mit der U23-Mannschaft des Vereins trainieren.

Mit der Maßnahme will HSV-Sportchef Oliver Kreuzer den Abgang des österreichischen Nationalspielers, der in Hamburg noch einen Vertrag bis 2014 besitzt, forcieren.

Ein Angebot des englischen Erstligisten Hull City lehnte Scharner laut "Bild"-Zeitung am Dienstagabend ab.

Scharners Berater Valentin Hobel attackierte die Verantwortlichen des Vereins scharf.

"Sie wollen Paul keine Chance geben, aber ein Geschäft mit ihm machen. Da landen wir ja bald beim Menschenhandel. Das lasse ich mit meinem Spieler nicht machen", sagte Hobel der "Hamburger Morgenpost" (Donnerstag-Ausgabe).

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