Abwehrspieler Paul Scharner vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV ist nach seiner öffentlichen Vereinsschelte von Sportdirektor Oliver Kreuzer anscheinend umgehend in die zweite Mannschaft verbannt worden.

"Ich soll sofort zur U23, zumindest laut der SMS von Oliver Kreuzer", sagte Scharner am Mittwoch laut "Hamburger Morgenpost".

Der Österreicher sollte wie die beiden zuvor ausgemusterten Profis Robert Tesche und Gojko Kacar ab der kommenden Woche mit der U23-Mannschaft der Hamburger trainieren.

Als Reaktion auf seine Abschiebung hatte Scharner offen mit "Krieg" gedroht. "Das kann ich nicht akzeptieren", sagte Scharner Hamburger Medien: "Scheinbar gibt es in Deutschland ein Problem mit mir. Gespräche aus der Vergangenheit zählen nichts mehr. In Innsbruck wurde mir noch vor wenigen Wochen erzählt, dass ich nicht abgeschoben werde."

Der Verteidiger sprach von "Erpressung" seitens des Vereins.

Scharner, der die Situation beim HSV zuletzt bereits als "Horror" bezeichnet hatte, sprach sogar vom Karriereende.

"Ich kann wechseln, ich kann zur U23 gehen, ich kann Krieg führen, oder ich kann aufhören. Auch das ist eine Option."

Scharners Berater Valentin Hobel attackierte die Verantwortlichen des Vereins scharf. "Sie wollen Paul keine Chance geben, aber ein Geschäft mit ihm machen. Da landen wir ja bald beim Menschenhandel. Das lasse ich mit meinem Spieler nicht machen", sagte Hobel der "Hamburger Morgenpost" (Donnerstag-Ausgabe).

Mit der Abschiebung in die zweite Mannschaft wollte Kreuzer den Abgang des österreichischen Nationalspielers, der in Hamburg noch einen Vertrag bis 2014 besitzt, forcieren.

Ein Angebot des englischen Erstligisten Hull City lehnte Scharner laut "Bild"-Zeitung am Dienstagabend ab.

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