DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist seinem alten Freund Uli Hoeneß zur Seite gesprungen und will den Präsidenten von Bayern München trotz dessen Steueraffäre weiterhin in hohen Ämtern beim deutschen Rekordmeister sehen.

"Ich sage offen: Ich würde ihm als Freund wünschen, dass er seine großartige Arbeit für den FC Bayern fortsetzen kann", sagte der Boss des DFB der "Bild am Sonntag".

Die Staatsanwaltschaft München II hat gegen Hoeneß, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern München ist, Anklage wegen Steuerhinterziehung erhoben.

Der 61-Jährige hatte Anfang des Jahres Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäß deklarierten Kontos in der Schweiz gestellt.

Liga-Chef Reinhard Rauball sieht zumindest keinen Grund für populistische Forderungen nach einem Rücktritt von Hoeneß.

"Das müssen Sie den Aufsichtsrat von Bayern München fragen. In den Ligastatuten gibt es jedenfalls keine Bestimmungen, unter welchen Gesichtspunkten jemand ein solch exponiertes Amt führen darf", sagte der Präsident von Borussia Dortmund.

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