Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball will der Verantwortung des Fußballs im Kampf gegen Rechtsextremismus gerecht werden und kritisiert die Bundesregierung im Zusammenhang mit dem gescheiterten Verbotsverfahren gegen die NPD.

"Für mich ist es nach wie vor ein Armutszeugnis, dass in das Thema NPD-Verbotsantrag keine Bewegung kommt", sagte der Präsident von Borussia Dortmund der "Bild am Sonntag".

Und ergänzter: "Die Bundesregierung hat nach einem Jahrzehnt des Nachdenkens die Bedenken immer noch nicht ausgeräumt, die das Bundesverfassungsgericht moniert hat. Oder sie will es einfach nicht."

"Es ist ein gebotener Schritt gegenüber der Gesellschaft, dass man mögliche Risiken eines Prozesses einkalkuliert, um ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen," so Rauball.

Wolfgang Niersbach sieht dabei einen Bundesligisten in einer Vorreiterrolle.

"Werder Bremen hat es der Politik vorgemacht und nach monatelangem Kampf ein Urteil erwirkt, durch das ein NPD-Mitglied aus dem Verein ausgeschlossen werden konnte", sagte der DFB-Präsident. "Und zwar, weil seine rechte Gesinnung im Gegensatz zu Werders Vereinssatzung stand. Das war ein wichtiges Signal."

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