1899 Hoffenheim macht sich wegen seiner "Trainingsgruppe 2" möglicherweise juristisch angreifbar.

"Das ist nicht in Ordnung und steht rechtlich auf absolut tönernen Füßen", sagte Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VDV.

In Hoffenheim dürfen derzeit unter anderem die ehemaligen Nationalspieler Tim Wiese und Tobias Weis trotz gültiger Verträge nicht mit der Mannschaft trainieren.

Die aussortierten Profis hätten ein Recht auf Teilnahme am Trainingsbetrieb, sagte Baranowsky. Sollten sie dies auch nach Schließung des Transferfensters am 31. August nicht gewährt bekommen, "besteht theoretisch die Möglichkeit, dies einzuklagen".

Der Verein müsse sich spätestens dann überlegen, "die Hintertür offenzuhalten, und diese Spieler wieder zu stärken".

Hoffenheims Coach Markus Gisdol deutete am Donnerstag aber an, dass die betreffenden Profis auch nach dem 31. August nicht mit der Mannschaft trainieren sollen.

"Ich kann da nichts dazu beitragen, dass sich das Thema so oder so verändert. Wir planen aktuell keine Änderung, was die Kaderzusammenstellung angeht", sagte er: "Wir fokussieren uns auf den Kader, mit dem wir aktuell arbeiten, da hängen alle unsere Gedanken dran. An die anderen Dinge denke ich gar nicht. Das würde mir nur Energie nehmen."

In jedem Fall wolle die TSG "mit der Situation nach wie vor sehr professionell umgehen und versuchen, ein gutes Training anzubieten."

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