Der niederländische Nationalspieler Ibrahim Afellay vom FC Schalke 04 hat die Kritik von Sportvorstand Horst Heldt zurückgewiesen.

"Ich muss mich von der Außenwelt abschotten und mich auf eine Sache konzentrieren: auf meine Genesung", wird der derzeit verletzte 26-Jährige auf der Internetseite seiner Agentur "Sport Promotion" zitiert.

Heldt hatte beklagt, dass sich Afellay seit dem im Wintertrainingslager erlittenen Einriss im Muskelsehnenübergang im rechten Oberschenkel nicht mehr auf Schalke blicken lasse.

"Es ist doch klar, dass ich mir wünsche, dass er mal zu den Heimspielen kommt", sagte Heldt am Donnerstag: "Ich habe das als Spieler anders gehandhabt. Afellay hat ein großes Problem damit, dass er nicht eingreifen kann. Ihm tut das besonders weh. Ich fände es gut, wenn ein verletzter Spieler den Verein und die Mannschaft unterstützt."

Afellay, der bereits in der Hinrunde mehrere Wochen verletzt ausgefallen war, erzählte, dass er bereits auf dem Weg nach Gelsenkirchen war, dann aber wieder umkehrte.

"Ich bin sicher, dass ich nicht einfach nur da sein, ihnen beim Training und bei der Vorbereitung aufs Spiel zusehen kann. Das kann ich einfach nicht", sagte er.

Er habe in den letzten 18 Monaten mehr Zeit in der Reha verbracht als auf dem Rasen. "Da gab es Momente, da habe ich an allem gezweifelt. Es ist wirklich hart für mich."

Er werde jetzt nicht mehr in seiner Heimat in Utrecht behandelt, sondern von der medizinischen Abteilung des FC Barcelona. Schalke sei "von A bis Z" informiert.

Er arbeitete sehr hart für sein Comeback, wisse aber nicht, wann es so weit sei. "Wenn sich jemand darauf freut, wieder mit den Jungs von Schalke zu trainieren, dann bin ich das", sagte Afellay.

Heldt geht davon aus, dass die Barca-Leihgabe die Königsblauen nach Saisonende wieder verlassen wird. "Ich kann nur von dem Stand ausgehen, wie es vereinbart ist", sagte Heldt: "Dass er bis zum 30.6. bei uns ist und dann nach Barcelona geht."

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