Knallhartes Durchgreifen gegen Chaoten und eine Schnelljustiz noch im Stadion - das hat BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der Aktionärsversammlung des börsennotierten Bundesligisten gefordert.

"Vielleicht sollten wir beim nächsten Derby einen Staatsanwalt und Richter da haben, um diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, kurzzeitig zu inhaftieren", schlug Watzke vor.

Wenn die Täter am Montagmorgen beim Arbeitgeber erklären müssten, warum sie nicht da sein könnten, sei es deutlich wirkungsvoller, so Watzke, als wenn sie sonntagmorgens nach dem Spiel dem Opfer schon wieder beim Bäcker begegneten.

Die Vorkommnisse rund ums Heimspiel gegen Schalke Mitte Oktober, als Dortmund-Fans in der Halbzeitpause auf Polizisten losgingen, bezeichnete Watzke als "Desaster". "Da waren organisierte Chaoten am Werk", stellte der 53-Jährige fest.

Wie schon tags zuvor auf der Mitgliederversammlung machte Watzke erneut deutlich: "Wir dulden keine Pyrotechnik, weil sie einfach zu gefährlich ist, und verurteilen jegliche Form von Gewalt und Rassismus."

Der Deutsche Meister kämpft aktiv für eine Verbesserung der Sicherheit rund ums Stadion und hat laut Watzke unter anderem die Zahl der hauptamtlichen BVB-Fanbetreuer von vier auf sechs aufgestockt.

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