Manager Andreas Müller hat bestritten, dass es ein Ultimatum für Trainer Markus Babbel vom kriselnden Bundesligisten 1899 Hoffenheim gibt.

"Nein", antwortete Müller bei der Pressekonferenz am Freitag auf die direkte Frage des neben ihm sitzenden Babbel, ob ein solches Ultimatum existiere.

Der 40-jährige Coach steht in der Kritik, nachdem sein Team nur eine der zurückliegenden sieben Partien gewinnen konnte und die schlechteste Defensive der Liga (26 Gegentore) hat.

Nach Informationen der "Bild" soll Babbel entlassen werden, sollte er nach dem Ende der englischen Woche in der Bundesliga mit drei Spielen auf einen Abstiegsplatz abgerutscht sein.

Der Tabellen-14. spielt am Sonntag gegen Bayer Leverkusen (17.30 Uhr/Sky und Liga total!). Danach stehen die Partien beim 1. FC Nürnberg (28. November) und gegen Werder Bremen (2. Dezember) an.

Babbel lehnte einen Kommentar zu Spekulationen der Medien ab, wonach der in dieser Saison nicht überzeugende Keeper Tim Wiese am Sonntag auf der Ersatzbank Platz nehmen muss. Der Coach hatte die Verpflichtung des sechsmaligen Nationaltorhüters vor der Saison vorangetrieben.

Babbel forderte von seinem Team, gegen Leverkusen "über 90 und nicht nur über 45 Minuten" eine gute Leistung zu zeigen: "Wir dürfen nicht erst gut spielen, wenn etwas Negatives passiert ist."

Auch Müller nahm die Hoffenheimer Profis in die Pflicht.

"Die Entscheidungen muss die Mannschaft auf dem Platz treffen. Wir können viel, viel mehr. Ich habe Vertrauen in die Truppe", sagte Müller, der den Besucherschwund in den letzten Wochen mit Sorge betrachtet: "Der Zuschauerrückgang spiegelt sich natürlich in den Finanzen wider, wenn statt 30.000 nur 20.000 da sind. Das ist sehr schmerzhaft für die Mannschaft. Wir müssen mit leidenschaftlichen Fußball die Zuschauer wieder zurückholen."

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