Mario Gomez hat nach rund dreimonatiger Verletzungspause erstmals wieder ein Testspiel für den FC Bayern bestritten und gleich vier Tore erzielte. Auf der Pressekonferenz der Münchner richtete er gleich eine Kampfansage an seine Sturmkollegen.

"Es wird immer so getan, als ob ich nicht konkurrenzfähig bin. Aber ich konkurriere seit Jahren mit sehr guten Stürmern und habe mich immer durchgesetzt. Ich werde mich auch dieses Mal wieder durchsetzen", sagte Gomez, und betonte: "Ich werde wieder treffen, wie ich will."

Überbewerten wolle er seine gelungene Rückkehr aber nicht, der Test sei nur ein "Freizeitkick" gewesen, sagte er. Damit gibt sich ein Mario Gomez natürlich nicht zufrieden.

Seine Rivalen Mandzukic, mit acht Toren in zehn Ligaspielen Top-Torjäger der Bundesliga, und Pizarro, der jüngst mit einem Dreierpack gegen Lille herausragte, seien "auch top", sagte Gomez. Mehr aber auch nicht.

Der 27-Jährige sieht sich trotz seiner langen Abwesenheit als Platzhirsch - auch wenn er sich darüber im Klaren ist, dass er mehr respektiert als geliebt wird. "Die Leute sollen weiter über mich diskutieren. Ich bin anscheinend ein Spieler, der polarisiert. Das ist mein Los, das ich gezogen habe", sagte Gomez:

"Meine Antwort war immer, dass ich gespielt und getroffen habe. Das wird auch in Zukunft so sein."

Wie lange es dauern wird, bis er wieder bei 100 Prozent ist, konnte und wollte er nicht sagen. Er habe noch nie eine so lange Zwangspause einlegen müssen wie nach dem Eingriff am linken Sprunggelenk am 7. August.

"Es war die erste Operation in meinem Leben", sagte Gomez und versprach: `Ich werde mich so in die Spur bringen, dass ich wieder wichtig für die Mannschaft bin."

Möglicherweise kann er das am Samstag im fränkisch-bayerischen Derby beim 1. FC Nürnberg (15.30/LIGA total!) beweisen. Einem Kurzeinsatz stehe von seiner Seite nichts im Wege, er fühle sich gut, das operierte Sprunggelenk mache keine Probleme.

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