Mäzen Dietmar Hopp hat sich gegen die Vorwürfe der Einflussnahme durch Spielerberater Roger Wittmann beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim gewehrt.

Bei einem über zweistündigen Fan-Treffen in St. Leon-Rot bezeichnete Hopp den Geschäftsführer der Spieleragentur Rogon, Wittmann, als "langjährigen Freund", der ihn "in den 20 Jahren, die ich ihn kenne", noch nie enttäuscht habe.

Hopp zeigte sich mit dem Treffen mit Vertretern aller offizieller Fanklubs des Vereins "sehr zufrieden": "Es wurden viele Fragen gestellt, und die Leute haben gesehen, dass Roger Wittmann kein Phantom oder Unmensch ist.

Manchen Fans sind die Augen aufgegangen." Angst, dass der Einfluss Wittmans im Verein zu groß wird, sehe er nicht, "weil ich ihn als Mensch bestens kenne".

Zudem bringe Wittmann über seine Loge in der Rhein-Neckar-Arena "Menschen in Beziehung zum Verein".

Weiter lobte der SAP-Mitbegründer die Transfers, die Wittmann für den Bundesligisten eingefädelt hat. "Wenn man die Tops und Flops bei uns vergleicht, gleicht seine Bilanz die Flops in etwa aus", sagte Hopp.

Zudem stehe Wittmann nicht als Berater auf der Gehaltsliste des Klubs. Einen Posten könne er nur übernehmen, wenn er "kein Spielerberater mehr wäre".

Zuletzt hatte die Verpflichtung von Manager Andreas Müller Mitte September die Diskussion um die Verbindung zwischen den Kraichgauern und Wittmann neu entfacht.

Wie Hopp steht auch Müller dem Spielerberater nahe. Zudem werden unter anderem die Hoffenheimer Profis Tim Wiese, Tobias Weis, Sejad Salihovic, Chris und Roberto Firmino von Wittmanns Firma betreut.

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