Theo Zwanziger hat sich hinsichtlich einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Präsident Uli Hoeneß und Sportvorstand Matthias Sammer beim FC Bayern äußerst skeptisch gezeigt.

"Ob Sammers Verpflichtung für den FC Bayern ein Gewinn ist, wird sich herausstellen. Ich habe da so meine Zweifel. Weniger wegen Sammer, auch wenn ich erfahren habe, dass er in seiner Fußball-Leidenschaft manchmal sehr nervig sein kann. Wenn zwei so starke, man könnte auch sagen dickköpfige, Persönlichkeiten aufeinanderprallen, kann das nicht gut gehen", schreibt der ehemalige DFB-Präsident in seiner Autobiographie "Die Zwanziger Jahre".

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hoeneß es wirklich ernst meint, wenn er sagt, er wolle sich ganz ruhig auf die Tribüne setzen und 'sehen, dass alles in Ordnung ist' in seinem Verein. Das kann der Mann doch gar nicht. Er muss sich nun mal in alles einmischen, was beim FC Bayern auf der operativen Ebene geschieht", so Zwanziger weiter.

Auch an Hoeneß selbst übte Zwanziger heftige Kritik: "Er scheint nicht verstanden zu haben, dass ihm als Präsident eine andere Rolle zukommt. Er hat seine Philosophie des Provozierens mit ins Präsidentenamt genommen. Das wird auch Matthias Sammer zu spüren bekommen, der ja seine Rolle in diesem Verein mit den vielen Besserwissern erst finden muss."

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