Mit dem scheidenden Finanzchef Karl Hopfner und Verwaltungsbeirats-Mitglied Rudolf Schels als Kandidaten auf die Vize-Posten geht Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß in die turnusmäßigen Neuwahlen.

Der Verwaltungsbeirat des Rekordmeisters bestimmte das Trio einstimmig, bei der Jahreshauptversammlung am 15. November zur Wahl anzutreten, wie der Klub mitteilte.

Der frühere Manager Hoeneß begann 2009 seine erste Amtszeit als Präsident.

"Sie erwischen mich heute an einem guten Tag, Bilanz zu ziehen", sagte der 60-Jährige am Donnerstag: "Der FC Bayern steht da wie eine 1."

Wirtschaftlich sei der Klub "in einer Situation wie kaum ein Verein in Europa, vielleicht wie gar keiner".

Mit Blick auf das 6:1 in der Champions League gegen den OSC Lille am Mittwoch, sagte er: "Mein Gemütszustand gestern Abend beschreibend, denke ich an meinen alten Freund Jack Nicholson: besser geht's nicht!"

Hoeneß' bisherige Vize-Präsidenten Fritz Scherer und Bernd Rauch scheiden aus ihren Ämtern, weshalb die Neubesetzung dieses Gremiums notwendig wurde.

"Wir brauchen Leute im Präsidium, die den Verein lieben, etwas von Wirtschaft verstehen und mit Zahlen umgehen können", sagte Hoeneß.

Sowohl Hopfner (60) als auch der "tolle Unternehmer" Schels (63) hätten bewiesen, dass sie das könnten.

Scherer (72), dienstältester Funktionär der Bundesliga, amtierte nach seiner Zeit als Schatzmeister von 1985 bis 1994 selbst als Präsident.

Seit 1994 war er Vize.

"Der FC Bayern war ein Teil meines Lebens, den ich niemals missen möchte", sagte er. Rauch (69), seit 1979 im Verein und seit 2002 Vize, betonte: "Auf der Couch kann's auch schön sein."

Für Hopfner wird Jan-Christian Dreesen, der seit 2009 Vorstand der Bayerischen Landesbank ist, Finanzvorstand.

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