Werder Bremens sportliche Misserfolg der vergangenen zwei Jahre schlägt sich auch in den Finanzen nieder. Geschäftsführer Klaus Allofs musste auf der Mitgliederversammlung am Montagabend für das Geschäftsjahr 2011/2012 Verluste in Höhe von 13,9 Millionen Euro beim viermaligen deutschen Meister bekannt geben.

"Das negative Ergebnis ist im Wesentlichen auf die fehlenden Erträge aus der Champions League zurückzuführen. Unsere traditionell hohe Eigenkapitalausstattung ermöglicht es jedoch, den Fehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres aus eigenen Mitteln auszugleichen", gibt sich Allofs gelassen und verwies auf eine Summe in Höhe von 24,4 Millionen Euro.

"Dies entspricht einer sehr guten Eigenkapitalquote von 48 Prozent der Bilanzsumme. Das Unternehmen ist gesund", so Marketing-Geschäftsführer Klaus Filbry.

"Es besteht kein Grund zur Panik. Das bedeutet nicht, dass Werder Schulden hat. Unser Ziel ist es jetzt, so schnell wie möglich wieder in die Gewinnzone zurückzukehren", sagte Allofs weiter.

Die Konsequenzen wurden laut eigener Angaben bereits während des abgelaufenen Geschäftsjahres gezogen. "Ohne dass wir dabei die sportlichen Ziele aus den Augen verlieren müssen, wird damit für die laufende Saison ein verbessertes Ergebnis zu erwarten sein", so Allofs.

Ein Jahr zuvor hatte Werder noch den zweithöchsten Gewinn der Vereinsgeschichte (8,2 Millionen) eingefahren.

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