Mit großem Wohlwollen verfolgt Paul Breitner die derzeitige Entwicklung beim FC Bayern.

"Die Mannschaft spielt in dieser Vorrunde einen ganz anderen Fußball, als ihn der FC Bayern bisher gespielt hat. Wir sind endlich auf dem Weg, einen Hochgeschwindigkeitsfußball a la FC Barcelona zu spielen. Wir verteidigen auch ganz anders als im letzten Jahr, nämlich aggressiv und offensiv. Wir betreiben ein Pressing, das es so in der Bundesliga noch nicht gegeben hat", schwärmte der langjährige Berater und aktuelle Chefscout der Münchner im Volkswagen Doppelpass bei SPORT1.

Die Kritik vom früheren Bayern-Trainer Louis van Gaal an seinem Ex-Klub stößt Breitner hingegen negativ auf: "Ein Herr van Gaal sollte für niemanden beim FC Bayern noch einen Kommentar wert sein. Ich verliere kein Wort mehr über Herr van Gaal, weil ich nicht will und weil es mir das nicht wert ist", wetterte er und ergänzte: "Ich mache keinen Menschen wieder wichtig, der für mich nicht mehr wichtig ist. Aufgrund dieser Äußerungen, aufgrund dieses Nachkartens, nachdem er seinen Vertrag abgesessen hat, ist er es nicht würdig, dass ich mich noch einmal mit ihm beschäftige."

Unterdessen machte Breitner den Respekt des Gegners vor der aktuellen Form der Bayern als Hauptursache für den klaren 3:0-Erfolg des deutschen Rekordmeisters beim Hamburger SV am 10. Spieltag der Bundesliga aus.

"Man hat gespürt, dass sie Angst haben, zu Hause gegen uns eine Klatsche zu kriegen. So ist der HSV in dieses Spiel gegangen und nicht anders. Primär ging es ihnen darum, nicht zu verlieren und wenn möglich, nicht so hoch", sagte der Weltmeister von 1974.

"Der HSV war nicht die erste Mannschaft, die in den letzten Wochen so gegen uns gespielt hat. Auch die Bremer sind mit der Angst vor unserem Lauf ins Spiel gegangen und Düsseldorf hat gegen uns viel ängstlicher agiert als in den Spielen zuvor", so Breitner weiter: "Wenn ich keinen Mut habe und nicht von Haus aus gewinnen will, ob gegen Bayern München, den FC Barcelona oder Real Madrid, dann bleibe ich zu Hause."

Der Sieg in Hamburg war für die Bayern bereits der neunte in der laufenden Bundesliga-Saison. Lediglich beim 1:2 gegen Bayer Leverkusen eine Woche zuvor hatte der FCB Federn gelassen.

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