Kapitän Sebstian Kehl darf beim Deutschen Meister Borussia Dortmund trotz seines Nasenbeinanbruchs auf einen Einsatz im Champions-League-Spiel am Dienstag (20.45 Uhr) bei Real Madrid auf einen Einsatz hoffen.

Für den 31-Jährigen wurde am Sonntag eine Spezialmaske angefertigt, nachdem Kehl tags zuvor im Punktspiel der Westfalen gegen den VfB Stuttgart (0:0) durch einen Ellenbogenschlag seines Gegenspielers Raphael Holzhauser die Blessur erlitten hatte.

Nach ersten Behandlungen und dem Ausschluss einer Gesichtsfraktur ließ der Ex-Freiburger noch am Abend des Spiels einen Gipsabdruck seines Konterfeis anfertigen.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte bereits unmittelbar nach Spielende Kehls Einsatz beim spanischen Rekordmeister in Aussicht gestellt.

BVB-Chef Hans-Joachim Watzke hat derweil angesichts der sich häufenden Gesichtsverletzungen mehr Schutz für die Dortmunder Spieler durch die Schiedsrichter gefordert. "Für mich ist es erstaunlich, dass wir permanent von so etwas betroffen sind. Vielleicht will man uns mit mehr Härte aus dem Rhythmus bringen - ich weiß es nicht. Es fällt aber auf, dass sich die Gesichtsverletzungen bei uns häufen", sagte der Vorsitzende der Dortmunder Geschäftsführung der Tageszeitung "Die Welt".

Aktionen wie die des Stuttgarters Holzhauser werden von den Unparteiischen "einfach nicht klar genug geahndet", sagte Watzke: "Ich will Holzhauser keine Absicht unterstellen, aber so geht man einfach nicht in ein Kopfballduell. Das ist Rot."

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