Andreas Müller traut seinem Ex-Klub Schalke 04 in dieser Saison "alles" zu.

Der Manager des Bundesligisten 1899 Hoffenheim lobte den Tabellenzweiten im Interview mit der "WAZ"-Gruppe in höchsten Tönen. "Horst Heldt hat wirklich einen super Job gemacht, Hut ab. Er hat es geschafft, die Qualität im Kader zu erhöhen und die Finanzen im Auge zu behalten", sagte Müller, der von 2006 bis 2009 als Manager der Königsblauen tätig war.

Müllers Sohn Miles spielt zudem in der Schalker A-Jugend.

Das Thema Meisterschaft stehe und falle aber mit Bayern München. "Wenn die ihre Form behalten, werden sie auch Meister", sagte Müller, der den Knappen nach 54 Jahren ohne Meisterschaft Mut machte: "Perspektivisch gesehen wird die Meisterschaft nach Schalke kommen. Die Frage ist nur, wann."

Seine derzeitige Aufgabe in Hoffenheim sei dagegen deutlich kniffliger. "Wir stecken in einer schwierigen Situation", sagte der 49-Jährige: "Unsere Mannschaft ist im Spiel sehr labil, aber sie ist eben auch noch jung und muss lernen, die Balance zwischen jugendlichem Elan und defensiver Stabilität zu finden."

Müller widersprach Keeper Tim Wiese, der trotz der Krise unentwegt von der Europa League träumt. "Für mich ist das kein realistisches Ziel, in dieser Saison von den internationalen Plätzen zu sprechen. Natürlich würde ich mich nicht dagegen wehren, aber meiner Meinung nach kommt das erst in ein oder zwei Jahren in Frage", sagte Müller.

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