Martin Kind, Präsident des Bundesligisten Hannover 96, hat nach den Fan-Krawallen beim DFB-Pokalspiel der Niedersachsen am Mittwoch gegen Dynamo Dresden auch die eigenen Anhänger scharf kritisiert.

"Ich mache da keine Unterschiede, unsere Fans haben genauso gewütet, nur nicht in der Menge. Ich bin persönlich tief enttäuscht", sagte der Klubboss der "Neuen Presse" in Hannover.

Dennoch wolle er den bereits eingeleiteten Dialog mit den Anhängern der Norddeutschen noch nicht abbrechen: "Wir werden noch eine klare Ansage machen. Wenn es dann erneut Probleme gibt, muss man aber überlegen, die Gespräche zumindest temporär zu unterbrechen."

Dann, so Kind weiter, müssten auch verschärfte Sanktionen greifen.

"Wir können nicht länger zulassen, dass Gewalttäter Fußball-Arenen als Plattform nutzen und gegen alle Spielregeln der Vernunft verstoßen. Eltern fragen sich ja schon, ob sie noch mit ihrem Kind ins Stadion gehen können. Das kann es doch nicht sein", erklärte der 68-Jährige.

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