Bayern-Trainer Jupp Heynckes reagiert mit spöttischem Sarkasmus auf die Abrechnung von Louis van Gaal mit FCB-Präsident Uli Hoeneß.

Ohne seinen Vorgänger beim Namen zu nennen, erklärte Heynckes auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV am Samstag: "Eine Aussage des holländischen Nationaltrainers ist für mich so relevant, wie wenn in Peking ein Fahrrad umkippt."

Der 2011 entlassene van Gaal hatte in dieser Woche in einem "Sport-Bild"-Interview unter anderem erklärt, "dass es keineswegs eine gute Sache ist, wenn die Macht bei so einem großen Klub wie dem FC Bayern nur bei einer Person liegt. Für mich und meine Arbeit war Uli Hoeneß also nicht gut."

Hoeneß hatte nach van Gaals Demission öffentlich nachgekartet, lud van Gaal dann allerdings im Januar 2012 zu seinem 60. Geburtstag ein - ein Friedensangebot, das van Gaal als "unpassend" ausschlug.

Er sei der Meinung, "dass es keineswegs eine gute Sache ist, wenn die Macht bei so einem großen Klub nur bei einer Person liegt. Für mich und meine Arbeit war Uli Hoeneß also nicht gut", sagte er jetzt. Hoeneß habe seine Arbeit gar nicht richtig beurteilen können.

Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer widersprach van Gaal: "Bayern München, das sagt jeder, ist keine One-Man-Show. Es so darzustellen, wird dem ganzen Klub nicht gerecht."

Van Gaal, ergänzte Sammer, habe den Angriff "gar nicht nötig".

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