Der schwer verunglückte Hoffenheimer Boris Vukcevic hat sich am Samstag angeblich einer weiteren Operation unterziehen müssen. Dies berichtet die "Sportbild".

Seit dem Eingriff habe sich der Hirndruck bei dem 22-Jährigen stabilisiert. Bis Mitte der Woche soll Vukcevic im künstlichen Koma gehalten werden.

Vukcevics Familie hat sich unterdessen für die große Anteilnahme in den vergangenen Tagen bedankt.

"Unser besonderer Dank gilt dabei den Ärzten, die seit zwei Tagen um das Leben unseres Jungen kämpfen", teilte die Familie in einer Erklärung über Sportbild mit. Die vielseitige Unterstützung helfe dabei, "an eine Genesung von Boris zu glauben".

Vukcevic liegt nach seinem schweren Autounfall am vergangenen Freitag nach wie vor im künstlichen Koma und kämpft angesichts seiner schweren Kopfverletzungen weiter um sein Leben.

Die Tatsache, dass seine Mitspieler am Samstag dennoch zum Bundesligaspiel gegen den FC Augsburg (0:0) antraten und die gesamte Liga Vukcevic gedachte, überwältige dessen Familie: "Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie sensibel alle Beteiligten und auch die breite Öffentlichkeit mit der schwierigen Situation umgegangen sind."

"Ich würde diese Entscheidung nicht mutig, sondern eher ernst nennen. Sie ist im Kreis der Mannschaft getroffen worden und es waren die Eltern von Boris, die das Team wohl in ihrer Entscheidung bestärkt haben", sagte Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp der "Sportbild".

"Sicher standen dabei die sportlichen Aspekte völlig im Hintergrund, was von allen Verantwortlichen der TSG 1899 Hoffenheim geteilt wurde. Es ging letztlich darum, das zu tun, was Boris selber für richtig halten würde", sagte Hopp, der Vukcevic eine "besondere Kämpfernatur" nannte.

Weiterlesen